Remember SUPtember Friesland

 

LEEUWARDEN – Do you remember, the lalalalalala of SUPtember? Dieser Ohrwurm von Earth, Wind & Fire ging mir nach meinem Besuch bei Ritske Merkus nicht mehr aus dem Kopf. Er ist der Organisator der SUP-Elfstädtetour durch Friesland, die jedes Jahr im September stattfindet. Oder besser gesagt: im SUPtember.

Strand in der Stadt

Stadtstrand Leeuwarden. Foto Sybylle Kroon

 

Ritske hat es zu etwas gebracht. Er leitet den Stadtstrand von Leeuwarden. Moment mal, Strand? In Leeuwarden? Nun ja, es ist ein kleiner Strand am Flüsschen Potmarge, mitten in der Stadt. Aber es gibt echten Sand und echte Strandliegen. Heiße Sommerhits dröhnen aus den Boxen. An der Bar kann man ein kühles Getränk bestellen. An diesem Strand erzählt Ritske von der SUP-Elfstädtetour, an der er seit 2008 mitarbeitet. Stand-up-Paddeln konnte er damals nicht, denn er hatte sich als ehemaliger Direktor des Fußballvereins Cambuur vor allem mit Fußball beschäftigt. Aber Organisieren konnte er wie kein Zweiter, und so sagte er nicht nein, als er gefragt wurde, ob er bei der Organisation der ersten SUP-Elfstädtetour als eine Art Mädchen für alles mithelfen wollte. Heute sind viele auf seinen Arbeitsplatz, an dem er in kurzen Hosen und Slippers herumlaufen kann, neidisch.

Wassersport mit dem größten Wachstum

Ritske Merkus. Foto Sybylle Kroon

 

Die Elfstädtetour auf dem Eis ist das Eislaufrennen der Niederlande und wird nach wie vor als die heroischste Tour angesehen. Leider waren die Winter in den vergangenen 22 Jahren nicht streng genug, sodass die „Tour aller Touren“ nicht ausgetragen werden konnte. Zum Glück gibt es aber viele weitere Möglichkeiten, wie man die Tour entlang der friesischen elf Städte vollbringen kann. Auf dem Fahrrad, im Ruderboot, schwimmend, wandernd und eben auch: mit dem Stand-up-Paddel. „SUP“ ist schon seit ein paar Jahren der Wassersport mit dem größten Zulauf und Wachstum. Darum ist Ritske auch zuversichtlich, was die kommende „Suptember“-Ausgabe angeht.

Gesundes Workout

Suppen in Friesland. Foto Pixabay

 

Man sieht sie inzwischen überall: Menschen, die stehend auf einer Art Surfboard über Grachten und Kanäle, über Seen und die Küste entlang paddeln. „Suppen“ hat in den letzten Jahren eine große Beliebtheit erlangt. „2008 gab es nur zwei SUP-Boards in Friesland“, erinnert sich Ritske Merkus. In dem Jahr wurde die erste SUP-Elfstädtetour organisiert. Zwanzig Teilnehmer aus dem Ausland fuhren mit. Heute, elf Jahre später, werden Hunderte Teilnehmer aus der ganzen Welt erwartet. Auch aus den Niederlanden. „‘Suppen‘ macht einfach nur Spaß“, erzählt Ritske an „seinem“ Strand, an dem seine Frau eine SUP-Schule leitet und an dem man SUP-Boards mieten kann. „Es ist ein gesundes Workout, man ist an der frischen Luft, und man sieht, wie schön Friesland vom Wasser aus ist.“

Fünf Etappen durch Friesland

Start Sup-Elfstädtetour Leeuwarden - Friesland. Foto Mayola Dijksman

 

Die 220 Kilometer der SUP-Elfstädtetour werden in fünf Tagen zurückgelegt. Die Teilnehmer können sich entscheiden, ob sie die ganze Tour fahren möchten, oder nur einen Teil davon. Jede Etappe ist etwa 40 bis 50 Kilometer lang. Nur die letzte Etappe von Dokkum bis zum Ziel in Leeuwarden ist kürzer: 27 Kilometer. „Ideal für alle, die noch nicht so lange Stand-up-Paddeln oder die es einmal ausprobieren möchten“, so Merkus. „Diese kurze Etappe kann man auch untrainiert absolvieren. Das einzige, was man braucht, ist ein SUP-Board. Aber das kann man auch mieten.“ Unter anderem bei seiner Frau.

Psst, nicht weitererzählen: Friesland liegt im Trend

Wusstet ihr übrigens, dass Friesland auf dem 3. Platz der Best-in-Europe-2018-Liste des Lonely Planet steht? Auch die New York Times zeigt sich von Friesland begeistert und setzte die Watteninseln auf Platz 30 ihrer Liste „52 Places to go to in 2019“. Das möchte ich aber nicht zu laut herausposaunen, denn bevor man weiß, wie einem geschieht, ist Friesland das neue Amsterdam, Venedig oder Santorini.

 

Ich habe bereits ein andermal ein Loblied auf Leeuwarden gesungen.
Wenn ihr mehr über diese Stadt wissen wollt, ist dies ebenfalls ein praktischer Link.